Claudia Giesen
Pianistin

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Claudia Giesen offenbarte bereits früh ihre Gabe, die Zuhörer durch ihr intensives, bewegendes Spiel in ihren Bann zu ziehen. Ihre ausgefeilten Interpretationen sind das Produkt einer eindringlichen Beschäftigung mit Kunst, Literatur und Musik, und sie beruhen sowohl auf müheloser Virtuosität als auch auf der Fähigkeit, jedes Werk in seiner besonderen Individualität aufblühen zu lassen.

Als beste Abiturientin gewann sie 1992 den Josef-Winkler-Preis der Stadt Rheine. Bereits in ihrer Jugend war sie auch bei Klavierwettbewerben erfolgreich, wurde durch ein Stipendium der Stadt Rheine gefördert und besuchte Meisterkurse bei Leonid Brumberg (Wien), Volker Banfield, Elena Lapitskaja, Sten Nökleberg (Hannover), Michael Keller (Münster) und Arnulf von Arnim (Essen).
 


Sie studierte an den Musikhochschulen Detmold und Würzburg, und bekam dort wesentliche künstlerische Impulse von den Pianisten Gregor Weichert, Karl Betz und Bernd Glemser.

Im Februar 2000 erreichte sie einen bedeutenden Wettbewerbserfolg, als sie das hochdotierte Stipendium der Vogel-Stiftung (Würzburg) gewann. Im März 2001 erlangte sie das Meisterklassendiplom und damit den höchsten in Deutschland möglichen Studienabschluss. Seither bekam sie weitere Impulse u. a. durch Renate Kretschmar-Fischer (Detmold), Arnulf von Arnim, Michael Keller und dem Jazz-Pianisten Peter Kräubig (Münster). 

Claudia Giesen gestaltet Klavierabende, orchesterbegleitete Solokonzerte, aber auch erweiterte Konzertformen wie zum Beispiel durch Kombination von Musik, Tonband und Sprache. Ihre Konzerte führten sie in viele Länder Europas und nach Israel. 

In jüngster Zeit widmet sie sich besonders den Komponisten Franz Schubert und Villa-Lobos. Im Bereich der Neuen Musik hat sie sowohl als Solistin wie auch im Ensemble zahlreiche Uraufführungen ermöglicht und für den Bayerischen und Hessischen Rundfunk eingespielt.

Im Mai 2007 war sie an einer CD-Produktion mit Mitgliedern des Radiosymphonieorchesters Bratislava beteiligt.